Datenbasierte Entscheidungen für eine
nachhaltige Industrie
Dennis Ulke im Format "3 Fragen an ..." von Iqony
Wie lassen sich Energiedaten sinnvoll nutzen, um nicht nur Kosten zu senken, sondern auch CO2-Emissionen zu reduzieren und Grundlagen für KI-Anwendungen zu legen? In der Interview-Reihe „3 Fragen an …“ unseres Mutterkonzerns Iqony gibt Dennis Ulke, Head of Sales & Marketing bei OPTENDA, praxisnahe Antworten auf genau diese Fragen.
Die Antworten auf die drei Fragen wurden auch auf der Iqony-Website veröffentlicht, gemeinsam mit allen weiteren Beiträgen des Formats.
Warum sollten sich Unternehmen stärker mit ihren Energiedaten auseinandersetzen?
Energieeffizienz ist das Gebot der Stunde. Abgesehen davon, dass sie die Wirtschaftlichkeit verbessert, wird sie auch zunehmend von der Gesetzgebung eingefordert. Um zu wissen, wo der Energieverbrauch entsprechend reduziert werden kann, muss man aber genau wissen, wo wann wie viel Energie verbraucht wird, und zwar nicht nur insgesamt, sondern auch aufgeschlüsselt nach einzelnen Verbrauchsstellen.
Die digitale, softwarebasierte Erfassung und Auswertung von Energiedaten schafft diese Transparenz. Allein dadurch können Unternehmen bereits Ineffizienzen in ihrem Energieverbrauch aufdecken. Einsparpotenziale von 5–10% gibt es in so gut wie jedem Unternehmen, teilweise sogar bis zu 20%. Die detaillierten, digitalen Daten bilden außerdem die Grundlage für KI- oder Machine-Learning-Anwendungen, woraus noch leichter Optimierungsmaßnahmen für die Energieeffizienz umgesetzt werden können, z.B. intelligente Steuerung durch Lastmanagement. Die Energieeffizienz kann auf Basis der Energiedaten so zielgerichtet gesteigert werden – gleiche Leistung bei geringerem Verbrauch und weniger Kosten.
Welche Anwendungen und Vorteile bietet ein softwarebasiertes Energiedatenmanagement außerhalb des betrieblichen Energiemanagements?

Dennis Ulke
Head of Sales & Marketing bei OPTENDA
Energieeffizienz senkt nicht nur die Energiekosten, sondern auch den CO₂-Ausstoß. Ein Überblick über die Energiedaten zahlt deshalb entscheidend auf die Nachhaltigkeitsziele von Unternehmen ein. Gerade in der Industrie ist der Energieverbrauch ein wesentlicher Treiber der CO₂-Emissionen. Daher ist das Potenzial zur Verbesserung des CO2-Fußabdrucks groß, sowohl auf Unternehmensebene (CCF / Corporate Carbon Footprint) als auch bezogen auf einzelne Produkte (PCF / Product Carbon Footprint).
Der PCF wurde in letzter Zeit zu einer immer relevanteren Entscheidungskriterium in Einkaufsprozessen von Unternehmen. Je besser die CO2-Bilanz des gekauften Produkts ist, desto positiver wirkt sich das auf die CO2-Bilanz (Scope 3) des einkaufenden Unternehmens aus. Ein kleinerer PCF kann damit zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden. Aus diesem Grund sind Energie- und die daraus abgeleiteten Emissionsdaten sowohl für große als auch für mittelständische Unternehmen relevant – unabhängig davon, ob sie unter Reporting-Pflichten fallen oder nicht.
Wenn Energiedaten digital vorliegen, lässt sich die CO2-Bilanz außerdem recht schnell erstellen. Ein großer Teil davon kann automatisiert per Software berechnet werden. Energiedaten erleichtern somit nicht nur das Reporting, sondern bieten auch die Möglichkeit, den CO2-Fußabdruck durch gezielte Effizienzmaßnahmen zu verkleinern.
Was sind typische Herausforderungen bei der Erfassung und Nutzung von Energiedaten – und wie lassen sie sich überwinden?
Viele Unternehmen haben keine zentrale Datenbasis, weshalb die Daten nur verteilt und uneinheitlich vorliegen. Die Schwierigkeit in ihrer Zusammenführung kommt von den vielen unterschiedlichen Datenquellen. Berücksichtigt werden müssen Daten von Maschinen, Anlagen, verschiedenen Energieträgern, relevanten Produktionsdaten und weiteren Einflussfaktoren wie Wetterdaten. Wichtig für eine Zusammenführung der Daten ist eine für das jeweilige Unternehmen individuelle Kombination aus Hardware (z.B. Messgeräte, Gateways) und Software für die Auswertung.
Mit OPTENDA unterstützen wir seit über zehn Jahren die Digitalisierung des Energiemanagements in Unternehmen. Daher kennen wir deren Probleme und Anforderungen sehr gut. Für die individuell passenden Systeme entwickeln wir einerseits inhouse unsere Software-Lösung für Energie- und CO2-Datenmanagement und verfügen andererseits mit unserem Ingenieursteam über das notwendige Know-how für digitale Datenerfassung und Auswertung. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz können Unternehmen sowohl ihr Energie- als auch ihr CO2-Datenmanagement digitalisieren, Kosten sparen und ihren CO2-Ausstoß reduzieren.
Haben Sie Fragen zu den Fragen? Melden Sie entweder direkt bei Dennis oder schicken Sie eine Nachricht an unser Team.
