Die Zählstellenbibliothek im Energy Monitor: Allgemeines & neue Schnittstellen
Entwickler-Update 11/2025
In einem Energy Monitor System können die Anwender beliebig viele Messpunkte anlegen. Damit das auch schnell und unkompliziert möglich ist, gibt es in der Software die Zählstellenbibliothek. Deren Erweiterung um zwei neue Messgeräte haben wir zum Anlass genommen, die Funktion allgemein vorzustellen – trägt sie doch einen wesentlichen Teil dazu bei, dass der Nutzer sein Energy Monitor System eigenständig und ohne tiefergehendes Know-how zu Kommunikationsprotokollen und Messtechnik erweitern kann.
Außer der Vorstellung der Zählstellenbibliothek gibt es noch ein paar weitere Updates bei den Dashboards, dem Datenimport und im CO2 Monitor.
Einfache Systemerweiterung dank der Zählstellenbibliothek
Durch die nicht limitierte Anzahl an Zählstellen ist das Energy Monitor System optimal dafür geeignet, dass es nach und nach durch neue Messpunkte erweitert werden kann. Das ermöglicht zu Projektbeginn einen schnelleren Start, weil zunächst mit einem kleinen Messkonzept mit weniger eingebunden Zählern gestartet werden kann. Dann bleibt das Projekt sehr überschaubar und die Kosten für Messtechnik sind entsprechend geringer. Nach und nach können dann eigenständig weitere Zähler – auch für verschiedene Energieträger – ergänzt werden. Gibt es eine neue Zählstelle, die in den Energy Monitor integriert werden soll, ist das dank der Zählstellenbibliothek in wenigen Klicks erledigt.
In wenigen Klicks zur neuen Zählstelle
Die Zählstellenbibliothek ist unter Verwaltung ➔ Zählstellen zu finden. Dort können auch neue Zählstellen angelegt werden. In der Bibliothek finden sich mittlerweile über 80 Messgeräte, die häufig in unserem Anwenderkreis zum Einsatz kommen. Will ein Nutzer eine neue Zählstelle anlegen, kann er dann einfach das entsprechende Messgerät (sortiert nach Kommunikationsprotokoll) auswählen. Für jeden Eintrag sind die Konfigurationsdetails schon im System hinterlegt, sodass nur noch ein paar wenige Felder vom Anwender ausgefüllt werden müssen.
Die Zählstellenbibliothek bietet damit verschiedene Vorteile:
- Schnelle Inbetriebnahme: Der Anwender muss keine komplexen Kommunikationsprotokolle (bspw. Modbus) verstehen oder manuell konfigurieren. Nur wenige Eingaben wie bspw. Gerätetyp, Name und IP-Adresse werden benötigt. Das spart Zeit, insbesondere bei Projekten mit vielen Messpunkten
- Hohe Zuverlässigkeit und Konsistenz: Vordefinierte und getestete Messgeräte verhindern Fehlkonfigurationen und sichern damit eine korrekte und zuverlässige Datenerfassung.
- Unabhängigkeit: Die Bibliothek enthält Geräte verschiedener Hersteller. Damit profitiert der Anwender von einer zentralen Lösung, ohne sich auf einen Hersteller festlegen zu müssen.
Neben Messgeräten finden sich in der Bibliothek auch die standardisiert hinterlegten Schnittstellen für die Einbindung von Wetterdaten, Strommarktdaten oder einigen anderen Systemen wie z.B. der Sigma Air Manager von KAESER.
Unabhängigkeit von Messtechnikherstellern für eine flexible Datenübertragung
Um bei der Datenanbindung möglichst flexibel zu sein, ist der Energy Monitor unabhängig von bestimmten Messtechnikherstellern. Es können also alle möglichen Messgeräte für alle möglichen Energiearten in die Software integriert werden. Das funktioniert dank der Kompatibilität mit vielen verschiedenen Datenprotokollen, die vor allem im industriellen Umfeld zum Datenaustausch verwendet werden. Eine Übersicht dazu finden Sie übrigens im Entwickler-Update mit den unterstützten Übertragungswegen in den Energy Monitor. Für den Nutzer gewährleistet diese Flexibilität, dass die Software unterschiedlichste Anwendungsfälle abbilden kann. Da problemlos auch weitere Messgeräte-Typen in die Zählstellenbibliothek aufgenommen werden können, ist sichergestellt, dass die Software auch für zukünftige Anforderungen gerüstet ist.
Erweiterung der Zählstellenbibliothek
Wenn neue Geräte in die Zählstellenbibliothek des Energy Monitors aufgenommen werden sollen, kann das einfach im Zuge eines regulären Software-Updates erfolgen. So bleibt das System aktuell, ohne dass der Anwender selbst Anpassungen vornehmen muss.
Wir erweitern die Zählstellenbibliothek stetig – wie zuletzt: Nun finden sich dort auch die Messgeräte UMG 96-PA und UMG 96-PA-MID+ von Janitza zusätzlich zur Modbus TCP-Schnittstelle auch als Modbus RTU-Schnittstelle.
Weitere Updates in unseren Software-Lösungen
- Dashboard-Module: weitere Zeiträume (u.a. "gestern") als Auswahlmöglichkeit
- CSV-Import: Anpassung bei den Einstellungen für Tausendertrennzeichen für den reibungsloseren Datenimport
- CO2 Monitor: zusätzliche Kategorisierung der Emissionsfaktoren nach dem GHG-Protokoll – mehr Informationen dazu folgen im nächsten Entwickler-Update
- Verbesserungen beim Login-Verfahren mit SSO (Single Sign On)
Haben Sie Fragen zu einem der Features? Schicken Sie uns gerne eine Nachricht!
Eine Übersicht mit allen Neuerungen in unseren Software-Lösungen finden Sie übrigens hier:
