Von neuen Funktionen über Kundenwünsche bis zu Systemverbesserungen
Entwickler-Update 04/2026
Die eigene Entwicklungs-Roadmap mit neuen Funktionen vorantreiben, Feature-Wünsche von Kunden erfüllen und „nebenbei“ auch noch darauf achten, dass die ganze Infrastruktur und das System hinter der Software performant und sicher bleiben: Alle diese Aufgaben und noch so einige mehr bildet unser internes Entwickler-Team tagtäglich ab. Und entsprechend vielseitig sehen auch die Ergebnisse dieser Arbeit aus – wie diesen Monat mit drei neuen Funktionen bzw. Verbesserungen am System.
Was es konkret Neues gibt, erfahren Sie im Folgenden im aktuellen Entwickler-Update. Weitere kleinere Neuerungen finden Sie am Ende des Beitrags.
Erweiterung des Dashboard-Moduls „Lastkurve“
Das frühere Modul „Tageslastkurve“ wurde zur „Lastkurve“ ausgebaut. Damit stehen nicht mehr nur der letzte Tag, sondern deutlich mehr Zeiträume zur Auswahl, z.B. aktuelle Woche/Monat/Jahr, die letzten 7/30/365 Tage. Das macht die Datenansicht und die Auswertung auf dem Dashboard deutlich flexibler.
Zusätzlich können Schwellenwerte hinterlegt werden, die als Linie für direkte Orientierung und Einordnung im Lastgang-Diagramm angezeigt werden können. Dieser Grenzwert ist optional und kann nach Bedarf einfach ein- und ausgeblendet werden.
Mehr zur Dashboard-Funktion im Energy Monitor erfahren Sie übrigens im Entwickler-Update 06/2024 mit Informationen u.a. zu den damals neuen Dashboard-Widgets oder in unserem allgemeinen Blog-Beitrag über die Vorteile von Dashboards für die Energiedatenanalyse.
Umsetzung des Kundenwunschs nach freien Zeiträumen in den Kennzahlen
Kalenderbasierte Zeiträume (Monat, Jahr etc.) sind für manche Kennzahlen zur Auswertung nicht ausreichend, da reale Anwendungsfälle häufig geschäfts-, projekt- oder ereignisgetrieben sind. Daher kam der Wunsch seitens einiger Kunden auf, auch die Berechnung von Kennzahlen, um einen freien Zeitraum zu ergänzen.
Mag die Ergänzung auf den ersten Blick simpel wirken – „Datum auswählen und fertig“ –, greift sie doch in die zugrundeliegende Rechen- und Analyse-Architektur der Energy Monitor Software ein. Kennzahlen entstehen aus unterschiedlichen Datenquellen wie Mess‑/Zählerwerten, Basisdaten wie Preisen oder Emissionsfaktoren, Wetterdaten und teils sogar anderen Kennzahlen. Damit ein Zeitraum wie „17.03.–28.05.“ oder „15.01.–14.02.“ korrekt ausgewertet wird, kann nicht nur nach Kalendergrenzen gerechnet werden.
Stattdessen wird der ausgewählte Zeitraum von der Software in passende Abschnitte zerlegt, damit Zählerstände an den Grenzen korrekt berücksichtigt werden und Lücken in Messreihen sauber behandelt werden können. Gleichzeitig müssen „gültig‑bis‑zur‑Änderung“-Werte (z. B. Preis) anders verarbeitet werden als Mengenwerte, die sich aufsummieren. Zudem kommt, dass eine möglichst grobe, aber ausreichend feine Auflösung gewählt wird, um die Performance des Systems nicht unnötig zu belasten
Systemmodernisierung durch stabilere und performantere Baumstrukturen
Eine Neuerung, die der Nutzer nicht sieht, aber für mehr Stabilität und weniger (Anzeige-)Fehler sorgt, ist die Modernisierung der technischen Grundlage für unsere hierarchischen Listen und Bäume (z.B. Messstellen‑ und Kennzahlen‑Hierarchien wie in der „Zählstellen‑Hierarchie“). Bisher haben die Baumstrukturen auf einer Technik basiert, die darauf ausgelegt war, die zugehörige Datenbank besonders schnell auszulesen. Dabei kam es allerdings gelegentlich zu inkonsistenten Hierarchien und dadurch zu unerwartetem Verhalten in der Anzeige, insbesondere bei paralleler Bearbeitung, wenn mehrere Änderungen gleichzeitig gespeichert wurden.
Um dem vorzubeugen, kommt jetzt statt einer komplexen Baum-Speicherlogik ein einfacheres und robusteres Prinzip zum Einsatz:
- Jedes Element kennt seinen direkten Elternknoten („Parent“).
- Elemente auf derselben Ebene haben eine Nummer, damit die Sortierung in die richtige Reihenfolge wie gewohnt funktioniert.
Einbußen bei der Auslese-Geschwindigkeit gibt es durch die Änderung keine: Damit Funktionen wie „zeige alle Unterpunkte“ oder „zeige den Pfad nach oben“ weiterhin performant bleiben, verwenden wir eine Datenbank‑Technik, die solche Hierarchien effizient „durchlaufen“ kann (Common Table Expressions/CTE).
Durch die Umstellung läuft das System deutlich stabiler und mindestens gleich schnell. Hinzukommt, dass die Lösung einfacher zu warten ist, was auch künftige Erweiterungen erleichtert.
Weitere Updates in unseren Software-Lösungen
- Schnellere Berichtstabellen durch bedarfsorientierte Kostenabfragen
Energiekosten werden in Berichtstabellen nur noch geladen, wenn sie tatsächlich angezeigt werden. Das reduziert Datenabrufe und verbessert die Performance. - Einheitliches Routing für Dashboard, Analyse und Live-Daten
Die Navigation wurde vereinheitlicht und erweitert. Dies erleichtert direkte Verlinkungen und sorgt für ein konsistentes Verhalten in Dashboard, Analyse und Live-Daten. - MQTT-Abonnements für bessere Broker Kompatibilität
Der Subscribe-Mechanismus wurde angepasst, um Fehler durch zu lange Anmeldungen bei bestimmten Brokern zu vermeiden. Dies verbessert die Zuverlässigkeit der Datenübertragung. - Längere Hostnamen für Zählstellen unterstützt
Die maximale Länge für Netzwerkadressen von Zählstellen wurde deutlich erhöht. Damit können auch sehr lange Hostnamen problemlos hinterlegt werden.
Haben Sie Fragen zu einem der Features? Schicken Sie uns gerne eine Nachricht!
Eine Übersicht mit allen Neuerungen in unseren Software-Lösungen finden Sie übrigens hier:
