Energiemanagement, Speicher und KI in der Praxis:Rückblick zu OPTIMIZED ENERGY @ HOPPECKE

Wie gelingt es Industrie- und Gewerbeunternehmen, ihr Energiemanagement zukunftssicher aufzustellen, Energie- und Kosteneinsparungen datenbasiert zu erschließen und neue Technologien wie Batteriespeicher und KI sinnvoll einzuordnen?
Genau darum ging es bei OPTIMIZED ENERGY @ HOPPECKE am 07. Mai 2026. Mit dem Format OPTIMIZED ENERGY @ schaffen wir mit OPTENDA eine Plattform, um Fachwissen, Praxiserfahrungen und den Austausch zwischen Energieverantwortlichen von Unternehmen zusammenzubringen. Gemeinsam mit unserem Gastgeber HOPPECKE haben wir einen Veranstaltungstag gestaltet, der aktuelle Herausforderungen im Energiemanagement aufgegriffen und praxisnahe Einblicke in mögliche Lösungswege gegeben hat.
Die Kernbotschaften von OPTIMIZED ENERGY @ HOPPECKE
Die Fachvorträge machten deutlich, wie eng aktuelle Entwicklungen am Energiemarkt, digitale Energiedaten, Batteriespeicher und KI mittlerweile zusammenhängen. Kurz und knapp folgen hier komprimiert die wichtigsten Botschaften der einzelnen Programmpunkte – danach die ausführlicheren Zusammenfassungen:
- Energie ist aktuell der entscheidende Wettbewerbsfaktor.
- Energiemanagement entwickelt sich vom Verwalten zum aktiven Steuern.
- Digitales Energiemanagement schafft Entscheidungsgrundlagen für konkrete Maßnahmen.
- Batteriespeicher sind mehr als eine Ergänzung zur PV-Anlage.
- KI macht Energiemanagement schneller und vorausschauender.
Energiemarkt 2026: Warum Flexibilität und Daten entscheidend werden
Den fachlichen Einstieg in den Tag gab Dennis Ulke, Head of Sales & Marketing bei OPTENDA, mit einem Blick auf den Energiemarkt 2026. Seine zentrale Botschaft: Energie ist für Industrie und Gewerbe längst nicht mehr nur ein Kostenfaktor, sondern ein entscheidender Faktor für Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit. Seit 2022 ist die Energieversorgung keine verlässliche Konstante mehr, gleichzeitig sorgen volatile Preise, steigende Netzentgelte und die zunehmende Elektrifizierung vieler Prozesse für neue Anforderungen an Unternehmen.
„Es wird nicht die eine große Lösung geben“, machte Dennis Ulke deutlich. Stattdessen brauche es mehr Flexibilität, mehr kleine und wirksame Lösungen sowie vor allem eine belastbare Datengrundlage, um Maßnahmen wie Lastmanagement, Speicherlösungen, KI-Anwendungen oder Netzflexibilitäten sinnvoll auslegen und bewerten zu können.
Energiemanagement bei HOPPECKE: Vom Verwalten zum aktiven Beeinflussen
Im Anschluss gab Ludwig Merz, Energie- und Nachhaltigkeitsbeauftragter bei HOPPECKE, Einblicke in das Unternehmen und dessen Energiemanagement. Nach einer kurzen Vorstellung des Portfolios zeigte er, wie sich das Energiemanagement bei HOPPECKE in den letzten Jahren Schritt für Schritt vom manuellen Verwalten von Energieverbräuchen hin zum aktiven Beeinflussen entwickelt hat und sich immer noch entwickelt. Denn Energiemanagement darf nicht als ein Projekt mit Anfang und Ende gesehen, sondern muss als Prozess gelebt werden, der kontinuierlich weiter verbessert wird.
Unsere Energy Monitor Software spielt im Energiemanagement-Prozess von HOPPECKE eine wichtige Rolle: Auch wenn die Energiedatenerfassung noch nicht komplett digital läuft, konnte die Software das vorige unhandliche Konstrukt aus mehreren manuell befüllten Excel-Tabellen nach und nach ablösen und schafft mit automatisiert erstellten Reports Transparenz und deutlich schnellere Prozesse bei weniger Arbeit.
Digitales Energiemanagement als Grundlage für Transparenz und Maßnahmen
Wie Unternehmen den Einstieg in ein digitales Energiemanagement konkret gestalten können, zeigten Marco Volzer und Boris Riedinger von OPTENDA. Im Mittelpunkt standen dabei ein strukturiertes Mess- und Datenintegrationskonzept, die digitale Einbindung relevanter Energie- und Unternehmensdaten sowie die Nutzung aussagekräftiger Kennzahlen.
Denn erst wenn Verbräuche, Lastgänge und Einflussfaktoren transparent sind, lassen sich Einsparpotenziale erkennen, Maßnahmen priorisieren und Verbesserungen im Sinne der ISO 50001 nachvollziehbar belegen. Welche Einsparungen dabei möglich sind, stellte Boris Riedinger in einigen OPTENDA-Kundenbeispielen vor.
Batteriespeicher wirtschaftlich denken
Nach der Mittagspause und dem Rundgang durch die HOPPECKE Produktausstellung rückte Boris Langerbein von ENERGYMOVE Batteriespeicher als Baustein für eine wirtschaftliche Betriebsoptimierung in den Fokus.
Dabei wurde deutlich: Speicherprojekte sollten nicht isoliert betrachtet werden und auch nicht allein unter dem Blickwinkel, überschüssigen PV-Strom zu nutzen. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus Lastspitzenkappung, Eigenverbrauchsoptimierung, Strombeschaffung und möglicher Flexibilitätsvermarktung. „Es geht nicht darum, die perfekte Technologie zu haben. Es geht darum, das richtige und wirtschaftliche System zu erschaffen“, fasste Boris Langerbein den Ansatz zusammen.
KI im Energiemanagement: Von Daten zu schnelleren Entscheidungen
Als letzten Programmpunkt zeigte Dennis Ulke, welche Rolle KI und Machine Learning künftig im Energiemanagement spielen können und welche Möglichkeiten die Erweiterungen der OPTENDA-Software dafür bieten. Den oft herbeigesehnten „KI-Zauberknopf“, der Einsparmöglichkeiten und Effizienzmaßnahmen – auch ohne Datengrundlage – mit einem Klick findet und umsetzt, gibt es nicht.
Dafür sind aber valide Software-Werkzeuge auf KI- und Machine-Learning-Basis demnächst bei OPTENDA erhältlich, um z.B. Auffälligkeiten in Lastgängen schneller erkennen, Prognosen für Verbräuche erstellen oder Grundlastverschiebungen sichtbar machen zu können. Mit dem Energy Monitor CoPilot und den Predictive Analytics soll aus vorhandenen Energiedaten schneller verwertbares Wissen entstehen. Die Erweiterungen beantworten damit die Frage, wo etwas nicht richtig läuft und was es kostet wenn nichts geändert wird. So können Energiemanagement-Verantwortliche Potenziale nicht nur früher erkennen, sondern auch gezielter bewerten und in konkrete Maßnahmen überführen.
Rege Diskussionen, Networking & Praxiseinblicke
Neben den Fachvorträgen war vor allem der Austausch unter den Teilnehmern ein wichtiger Bestandteil von OPTIMIZED ENERGY @ HOPPECKE. In den Pausen wurden die Inhalte der Vorträge direkt aufgegriffen, Rückfragen gestellt und Erfahrungen aus dem eigenen Unternehmensalltag geteilt. Dass die Themen den aktuellen Herausforderungen vieler Energiemanagement-Verantwortlicher entsprachen, zeigte sich auch am durchweg positiven Feedback zur Veranstaltung.
Ergänzt wurde das Programm durch den Rundgang durch die HOPPECKE Produktausstellung. Dort konnten sich die Teilnehmer ein konkreteres Bild von Industriebatterien und deren einzelnen Komponenten machen und erhielten zusätzliche Einblicke in das Produktumfeld – nicht nur von HOPPECKE, sondern auch vom auf Energiespeicherlösungen spezialisierten Tochterunternehmen INTILION.
Praxisnaher Austausch für mehr Energieeffizienz
Der Veranstaltungstag bei HOPPECKE hat gezeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, Energiemanagement nicht nur als Pflichtaufgabe zu verstehen, sondern als strategischen Hebel für mehr Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Zukunftssicherheit. Gerade in einer weiterhin schwierigen und schwer planbaren Lage am Energiemarkt sollten Industrie- und Gewerbeunternehmen möglichst viel Kontrolle über den eigenen Energieverbrauch gewinnen. Dafür braucht es belastbare Daten, digitale Prozesse und Lösungen, die Flexibilität im Betrieb schaffen.
Die Vorträge machten deutlich: Digitales Energiemanagement bildet die Grundlage, um Verbräuche zu verstehen und Maßnahmen gezielt umzusetzen. Batteriespeicher können zusätzliche Spielräume eröffnen, wenn sie wirtschaftlich und systemisch geplant werden. Und KI kann dabei unterstützen, aus vorhandenen Daten schneller relevante Erkenntnisse abzuleiten.
Für uns war OPTIMIZED ENERGY @ HOPPECKE deshalb ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie Fachimpulse, Praxiseinblicke und persönlicher Austausch zusammenwirken können, um Energieverantwortlichen in Unternehmen neue Perspektiven für die eigene Arbeit zu geben.
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Und wenn Sie sich vorstellen können, selbst Gastgeber des Veranstaltungsformats zu sein, melden Sie sich gerne direkt bei Dennis Ulke, der Ihnen alle Fragen zu Organisation und Ablauf beantworten kann.
Eindrücke zu den letzten Veranstaltungen erhalten Sie auf unserem Blog in den Beiträgen zu den einzelnen Events:
Erkenntnisse von OPTIMIZED ENERGY @ Krantz
Die Fachveranstaltung für Energie- und CO2-Management war geprägt von aktuellen Themen und interessierten Teilnehmern. Mehr dazu im Rückblick.
Das war OPTIMIZED ENERGY @ MULTIVAC
Wertvolle Impulse, neue Ansätze und konstruktiver Austausch – wir blicken zurück auf unsere Energiemanagement-Fachveranstaltung bei unserem Kunden MULTIVAC.
Auftakt zur neuen OPTENDA-Fachveranstaltung
Erfahren Sie alles zum neuen Veranstaltungsformat von OPTENDA. Den Start machte der Maschinenbauer DMG MORI.
Fotos: OPTENDA









