Über 25.000 € vermiedene Kosten durch Druckluftoptimierung

Druckluft zählt in vielen Produktionsbetrieben zu den größten Stromverbrauchern. Gleichzeitig fehlen entweder die Daten, um den tatsächlichen Energiebedarf der Anlage im Detail beurteilen zu können, oder die Zeit, die Daten auszuwerten – oder beides.
Auch bei einem unserer Kunden bestand der Verdacht, dass die Druckluftversorgung unnötig viel Energie verbraucht. Nachdem ein paar zusätzliche Messgeräte nachgerüstet wurden, war die Datengrundlage gelegt, um die verlässlich zu analysieren. Übernommen hat das der OPTENDA Copilot, sodass in wenigen Minuten die Auswertung inklusive Interpretation und Handlungsempfehlungen erstellt war, was letztendlich zu einer Einsparung von über 25.000€ an Stromkosten geführt hat.
Alle Details gibt es hier im ausführlichen Praxisbeispiel.
Veröffentlicht: 19.08.2026
Ausgangssituation: Datengrundlage schaffen für eine fundierte Druckluftanalyse
Bei dem Kunden handelt es sich um ein mittelständisches Unternehmen aus dem Maschinenbau. Der Betrieb hat die Energy Monitor Software in 2024 eingeführt, zunächst aber nur den Hauptzähler ins System eingebunden.
Um Erkenntnisse zur Effizienz der Druckluftstation zu bekommen, war es daher nötig, Messungen auf Ebene der einzelnen Kompressoren durchzuführen sowie eine übergeordnete Druckmessung der Druckluftstation. Daher wurden zusätzliche Messgeräte an den drei Kompressoren sowie ein Drucksensor im Hauptverteiler nachgerüstet, um die erforderlichen Daten erheben zu können.
Analyse: Energiedaten der Druckluftstation systematisch auswerten
Nach acht Wochen Datenerfassung standen die Lastgänge der drei Kompressoren sowie die Druckwerte der Station als verlässliche Basis für die Auswertung zur Verfügung. Die Schichtzeiten waren bereits im Energy Monitor hinterlegt und konnten dadurch in der Analyse berücksichtigt werden.
KI-gestützte Analyse statt manueller Datenauswertung
Für die Auswertung kam der OPTENDA Copilot zum Einsatz mit folgendem Prompt:
Analysiere die Messpunkte #Druckluftstation, #Kompressor 1_75 kW, #Kompressor 2_55 kW und #Kompressor 3_45 kW für die letzten acht Wochen. Vergleiche Verbrauch und Druckniveau innerhalb und außerhalb der hinterlegten Arbeitszeiten und identifiziere mögliche Einsparpotenziale durch Leckagen, unnötige Laufzeiten oder eine Optimierung der Druckluftversorgung.
Der Copilot wertete die 15-Minuten-Daten automatisch aus, korrelierte die Lastgänge mit den Druckwerten und berücksichtigte die hinterlegten Arbeitszeiten. Die Analyse lag innerhalb weniger Minuten vor. Eine vergleichbare manuelle Auswertung ohne die Energy Monitor Software hätte mehrere Stunden in Anspruch genommen bis alle Daten pro Messpunkt zusammengetragen, aufbereitet und ausgewertet gewesen wären. Zusätzlich liefert der Copilot das Know-how und die fachliche Einordnung der Ergebnisse. Dadurch unterstützt er Anwender dabei, Auffälligkeiten schneller zu bewerten und konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Erkenntnis: Druckluftverbrauch auch ohne Produktion
Die Auswertung brachte gleich mehrere Auffälligkeiten ans Licht:
Besonders auffällig war, dass einer der drei Kompressoren nahezu durchgehend lief, selbst an Wochenenden und in produktionsfreien Zeiten. Gleichzeitig blieb der Netzdruck konstant bei 8,0 bar. In einem Austausch mit Produktionsleitung stellte sich heraus, dass die angebundenen Maschinen tatsächlich nur etwa 6,5 bar benötigen.
Zusätzlich zeigte die Kombination aus konstantem Druckniveau und anhaltender Kompressorlaufzeit Hinweise auf Druckverluste im Netz. Die wahrscheinlichste Ursache: Leckagen im Druckluftsystem.
Maßnahmen: So wurde die Druckluftanlage energetisch optimiert
Auf Basis der Analyse wurden mehrere Maßnahmen umgesetzt:
- Durchführung einer Leckage-Tour mit Ultraschalltechnik
- Reparatur der 36 größten identifizierten Druckluftleckagen
- Einführung einer automatischen Wochenend-Abschaltung
- Reduzierung des Netzdrucks von 8,0 auf 7,0 bar
- Optimierung der Lastfolge-Steuerung der Kompressoren
Obwohl die Maschinen nur 6,5 bar benötigen, wurde der Netzdruck bewusst auf 7,0 bar abgesenkt, um ausreichend Reserve für Druckschwankungen und Lastwechsel im Produktionsbetrieb zu gewährleisten. Trotzdem wird der Energiebedarf im Gegensatz zu dem vorigen Druckniveau spürbar reduziert.
Aus den umgesetzten Maßnahmen ergab sich die Gesamtinvestition von knapp 12.000€ für die zusätzliche Messtechnik und deren Montage sowie für die Leckage-Ortung und -Reparaturen.
Das finale Ergebnis: 135.000 kWh weniger Stromverbrauch pro Jahr
Den Investitionskosten und Aufwänden für die Umsetzung standen folgende Ergebnisse gegenüber:
- 135.000 kWh Stromeinsparung pro Jahr
- 25.650 € vermiedene Energiekosten pro Jahr (Strompreis: 0,19 €/kWh)
- 46 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden
Die Amortisationszeit beläuft sich also auf deutlich weniger als sechs Monate. Gleichzeitig konnten Energieverbrauch und -kosten nachhaltig gesenkt werden. Schließlich wäre der Mehrverbrauch weiter angefallen, wäre er nicht behoben worden.
Neben den direkten Energie- und Kosteneinsparungen profitiert das Unternehmen von einer besseren Datengrundlage für zukünftige Effizienzmaßnahmen. Außerdem sind alle Schritte direkt im Energy Monitor dokumentiert, was insbesondere für die Nachweisführung im Rahmen der ISO 50001 von Vorteil ist. Und dank des OPTENDA Copilots musste niemand für die Datenanalyse und die Maßnahmenplanung Stunden um Stunden mit manuellen Auswertungen verbringen.
Mehr Transparenz, weniger Druckluftkosten
Dieser Anwendungsfall zeigt, wie schnell sich versteckte Einsparpotenziale in der Druckluftversorgung identifizieren lassen, wenn die richtigen Daten verfügbar sind.
Erst die zusätzliche Erfassung von Kompressor- und Druckdaten machte sichtbar, dass die Anlage auch außerhalb der Produktionszeiten unnötig Energie verbrauchte und mit einem höheren Druckniveau betrieben wurde als tatsächlich erforderlich. Mithilfe des OPTENDA Copilots konnten diese Zusammenhänge innerhalb weniger Minuten erkannt und bewertet werden.
Das Ergebnis: Über 135.000 kWh weniger Stromverbrauch und jährlich mehr als 25.000 € geringere Energiekosten bei einer Investition, die sich bereits nach wenigen Monaten amortisierte.
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