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Lastspitzen intelligent managen:
Wie Vector Energiekosten durch smartes Lademanagement senkt

Lastmanagement birgt enormes Potenzial für Kosteneinsparungen. Die Umsetzung in der Praxis bringt für Unternehmen jedoch häufig einige Schwierig­keiten mit sich, insbesondere, wenn Lasten auf Basis eines automatisierten Prozesses gesteuert werden sollen. Eine innovative und in der Praxis einfach umzu­setzende Lösung dafür hat die Vector Informatik GmbH, Nutzer unserer Energy Monitor Software, gefunden.

Wie genau sie aussieht, welche Maß­nah­men identi­fiziert wurden und wie der Energy Monitor dabei unterstützt, die Nach­haltigkeit mit Kosten­ein­sparungen zu verbinden, zeigen wir in diesem Beitrag.

Vector ist führender Lösungsanbieter für die Entwicklung und Vernetzung Software-definierter Systeme – insbesondere für die Automobilindustrie, aber auch in Bereichen wie Luftfahrt, Medizintechnik oder Transporttechnik. Seit Ende 2024 ist Vector Kunde von OPTENDA und wird so in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Stuttgart Software-seitig im Energiemanagement unterstützt.

Nicht nur am Firmensitz in Stuttgart, sondern auch in Karlsruhe, Regensburg und weiteren Standorten hat Vector den Energy Monitor implementiert, um sämtliche Energieverbräuche zu erfassen und zu überwachen. Damit unterstützt die Software das Unternehmen in seinem Bestreben nach mehr Nach­haltig­keit und Energieeffizienz und hilft, Energieeinsparpotenziale zu identifizieren sowie umgesetzte Maßnahmen zu monitoren. Die Einsparungen wirken sich dabei nicht nur durch den gesunkenen Energieverbrauch positiv auf die CO2-Bilanz aus, sondern auch direkt auf die Energiekosten.

Einsparpotenziale bei E-Ladesäulen

Bei der Analyse der Energiedaten wurde schnell ein großes Potenzial durch Lastspitzenoptimierung erkannt. Besonders spannend: die Kombination mit dem Lademanagement der E-Ladesäulen, die den Mitarbeitern am Standort zur Verfügung stehen.

Ladesäulen bieten einen entscheidenden Vorteil für das Last­manage­ment: Sie sind sehr flexibel in ihrer Steuerung. Im Gegensatz zu anderen Verbrauchern wie Maschinen oder Anlagen, die nicht einfach nach Bedarf flexibel hoch- oder heruntergefahren werden können, lassen sich Ladevorgänge zeitlich verschieben, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen.

Im Energy Monitor werden alle Energieströme und Lastprofile der einzelnen Verbrauchsstellen erfasst – auch die der Ladesäulen. Durch diese Transparenz wird es möglich, Lasten besser zu verteilen und teure Lastspitzen zu vermeiden. Werden die Ladesäulen im Vergleich zu anderen Verbrauchern visualisiert, lassen sich die Ladevorgänge entsprechend anpassen.

Exkurs: Über Lastspitzen und wie sie sich auf die Energiekosten auswirken

Viele Stromtarife für Unternehmen enthalten einen Leistungspreis, der sich nach der höchsten bezogenen Leistung (kW) im Abrechnungszeitraum richtet. Eine einzelne Lastspitze kann diesen Wert deutlich erhöhen. Außerdem berechnen Netzbetreiber teilweise höhere Gebühren, wenn die auftretenden Lastspitzen das Netz zusätzlich überlasten.

Mehr über Lastmanagement erfahren

Einfaches Lade- und Lastmanagement in Kombination mit der Software vCharM von Vector

Eine Besonderheit bei der Einbindung der Ladesäulen: Sie sind im Energy Monitor über die von Vector entwickelte Software vCharM integriert. vCharM ermöglicht ein einfaches Lade- und Last­manage­ment sowie die Verwaltung von E-Ladesäulen. Die Software unter­stützt dabei verschiedene Lastmanagement-Strategien, von statischem über dynamischem und fahrplanbasiertem bis hin zu kostenoptimiertem Lastmanagement (mehr dazu auf der Website von Vector).

Da sowohl vCharM als auch der Energy Monitor von OPTENDA eine flexible Anbindung von Drittsystemen ermöglichen, ließ sich die Integration über eine REST-API realisieren. Dadurch wurden die Ladesäulen als weitere Zählstellen in den Energy Monitor integriert – ganz ohne zusätzliche Messtechnik.

„Dass wir die beiden Systeme so unkompliziert miteinander verbinden konnten, hat uns sehr gefreut – genau wie die nicht unerheblichen Einsparpotenziale, die wir dank der Daten aus vCharM im Energy Monitor gefunden haben.“ erklärt Christopher Knall von Vector.

Die Datengrundlage für die Lastoptimierung

vCharM stellt die Daten in 15-Minuten-Intervallen im Energy Monitor zur Verfügung. Diese hochaufgelöste Datengrundlage ermöglicht eine detaillierte Analyse. Für die Auswertung der Energiedaten stehen im Energy Monitor mehrere Funktionen zur Verfügung. Für die Spitzenlastanalyse sind insbesondere die Lastganganalyse und die Dauerkennlinie relevant.

Durch diese Funktionen konnten beispielsweise typische Verbrauchs­muster erkannt werden. Diese werden in vCharM hinterlegt, sodass die Software unter anderem auf dieser Basis die Ladevorgänge regelt.

Da in der vCharM Konfiguration jeder Netzanschluss separat abgebildet wird, lässt sich der Verbrauch pro Anschluss gezielt steuern. Das Lastmanagement verteilt intelligent die verfügbare Leistung an die Ladestationen, ohne den konfigurierten Grenzwert zu überschreiten. Wenn das dynamische Last­management im Einsatz ist, wird sogar der Gebäudeverbrauch berücksichtigt. So können selbst bei einer unüblichen Nutzung von Ladeinfrastruktur oder anderen Verbrauchen keine Lastspitzen entstehen, welche die Kosten für die ganze Abrechnungsperiode erhöhen würden.

Einsparung von Kosten, Energie und CO2-Emissionen

Daten liefern die Grundlage für Optimierungsmaßnahmen. Die Datenbasis mit vCharM weiter anzurei­chern, war von Vector also eine clevere Idee, die sich in deutlichen Einsparungen zeigt – im Hinblick auf die Spitzenlastoptimierung in der Einsparung von Kosten und bezüglich der Steigerung der Energie­effi­zienz zusätzlich noch in der Einsparung von Energie und dem daraus resultierenden geringeren CO2-Ausstoß.

 

Sie wollen mehr über die kombinierte Lastmanagement- und Energiemonitoring-Lösung erfahren? Kommen Sie gerne auf die Kollegen von Vector oder auf uns zu.

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Bilder: Vector Informatik GmbH

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