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Digitale Energiedatenerfassung für Unternehmen

Energieverbräuche automatisch erfassen, zentral auswerten und Einsparpotenziale erkennen

Energiedatenerfassung bezeichnet das systematische Messen, Übertragen und Auswerten von Energie- und Betriebsdaten aus Zählern, Maschinen und anderen Systemen. In Unternehmen erfolgt sie idealerweise digital und auto­matisiert mit ent­sprech­en­der Mess­technik und Sensorik, damit Verbräuche und Last­gänge kontinuierlich ausgewertet werden können. Dadurch werden Lastspitzen, unnötige Grundlasten und Abweichungen frühzeitig sichtbar, sodass Unter­nehmen gezielt gegen­steuern können.

Neben diesen Hinweisen reduziert die digitale Er­fassung der Energiedaten den manuellen Aufwand für Zählerablesungen und Datenpflege. Mit der passen­den Energie­manage­ment-Software lassen sich zudem Strom, Gas, Wärme, Druckluft, Wasser und weitere Medien nicht nur erheben, sondern auch automatisiert prüfen und auswerten.

Ein software­basiertes System zur Energie­daten­erfassung reduziert damit den manuellen Aufwand und schafft eine belastbare Basis für Energie­berichte, Effizienz­maßnahmen und ein Energie­manage­ment­system nach ISO 50001.

Mit OPTENDA unterstützen wir Unter­nehmen seit über 13 Jahren dabei, ihr Energie­manage­ment zu digitalisieren. Dabei begleiten wir den Aufbau der Energiedatenerfassung von der Bestandsaufnahme und dem Messkonzept über die Auswahl und Anbindung der Messtechnik bis zur zentralen Aus­wertung der Daten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Daten tatsächlich benötigt werden und wie sie mit vertretbarem Aufwand nutzbar gemacht werden können.

Viele Datenquellen, fehlende Messstellen oder noch kein klares Konzept?

Wir verschaffen uns gemeinsam einen ersten Überblick über Ihre Ausgangssituation und zeigen Ihnen, welche nächsten Schritte für eine digitale Energiedatenerfassung sinnvoll sind.

Ausgangssituation besprechen

Wie digitale Energiedaten­erfassung Einspar­potenziale sichtbar macht

Manuelle Ablesungen, lückenhafte Daten und fehlende Transparenz erschweren es vielen Unter­nehmen, Energie­verbräuche zuverlässig zu bewerten und Einspar­potenziale zu priorisieren. Eine digitale Energie­daten­erfassung führt relevante Messwerte kontinuierlich zusammen, erleichtert Analysen und reduziert den Aufwand für Energie­berichte. Belastbare Verbrauchs­daten zeigen, wo Effizienz­maß­nahmen sinnvoll sind, welche Potenziale Vorrang haben und wie sich erzielte Ver­besserungen nachweisen lassen.

Einsparungen entstehen zwar nicht durch die Erfassung allein. Entscheidend ist, erkannte Auffällig­keiten zu bewerten und geeignete Effizienz­maßnahmen konsequent umzusetzen.

Eine detaillierte Energiedatenerfassung ist also die Grundlage für bessere Entscheidungen im Energie­management.

Mit der richtigen Datenbasis können Unternehmen durch eine digitale Energiedatenerfassung bis zu 5-stellige Einsparungen aufdecken.

Der wirtschaftliche Nutzen entsteht an mehreren Stellen: Last­spitzen und unnötige Grund­lasten lassen sich gezielt reduzieren, während Fehl­funktionen und unge­wöhnliche Betriebs­zustände früher auf­fallen. Dadurch können Unter­nehmen Mehr­kosten beheben, bevor sie sich über Monate summieren und erst mit der Jahres­abrechnung sichtbar werden. 5–15 % niedrigere Energie­kosten sind dabei in vielen Betrieben realistisch, je nach spezifischer Situation auch mehr.

Neben geringeren Energiekosten sinkt auch der interne Aufwand, weil Zähler­stände nicht mehr manuell übertragen und Energie­berichte, Kenn­zahlen und Nachweise nicht jedes Mal aus verschiedenen Dateien und Systemen zusammen­gestellt werden müssen.

Die digitale Datenbasis schafft außerdem die Voraus­setzungen für KI-gestützte Analysen, die die Energie­verant­wortlichen gezielt auf weitere Einspar­potenziale hinweisen.

Mehr zu KI im Energiemanagement

Welche Energiedaten sollten Unternehmen erfassen?

Welche Energiedaten relevant sind, hängt von den Energie­einsätzen, Prozessen und Auswertungs­zielen im Unter­nehmen ab. Für eine belastbare Bewertung reicht es jedoch nicht aus, nur Zähler­stände zu erfassen.

Erst die Verbindung von Verbrauchs- und Leistungs­werten mit Produktions-, Betriebs- und Kosten­daten zeigt, warum sich der Energie­verbrauch verändert. So können Unter­nehmen beispiels­weise unter­scheiden, ob ein höherer Ver­brauch auf eine gestiegene Produktions­menge, veränderte Betriebs­zeiten, eine technische Fehl­funktion oder einen ineffizienten Prozess zurückzuführen ist. Das macht Vergleiche aussage­kräftiger und hilft, Effizienz­maßnahmen nach ihrem wirtschaft­lichen Nutzen zu priorisieren.

Verbrauchsdaten

zeigen, wann, wo und in welcher Menge Energie ein­ge­setzt wird. Sie bil­den die Grund­lage für Ver­brauchs­analysen und um­fassen v.a.:

  • Strom und Gas als Haupt­ener­gie­träger
  • je nach Relevanz Wärme/Kälte, Druckluft, Wasser, Brenn­stoffe …
  • selbst erzeugte Energie (z.B. mit PV oder einem BHKW)

Leistungsdaten

machen Lastgänge und auf­fällige Betriebs­zu­stän­de sichtbar. Rele­vant für die tech­nische und wirt­schaft­liche Be­wer­tung sind u.a.:

  • momentane Leistung und Last­spitzen
  • Blindleistung und Leistungs­faktor
  • ggf. Spannung, Stromstärke und Netzqualitätsdaten

Einflussgrößen

setzen den Energie­ver­brauch in den betrieb­lichen Kon­text. Dadurch lassen sich Verän­de­rung­en besser erklären und aus­sa­ge­kräf­tige Ener­gie­kenn­zah­len bilden. Dazu zählen:

  • Produktions­mengen und Ma­schi­nen­stunden
  • Schichtmodelle und Aus­lastung
  • Wetter-, Material- und Prozess­daten

Kosten- & Ver­trags­daten

übersetzen Energie­ver­bräuche in wirt­schaft­liche Aus­wir­kungen und erleich­tern die Prio­risie­rung von Effi­zienz­maß­nahmen. Wichtig sind u.a.:

  • Energie-, Arbeits- und Leis­tungs­preise
  • Kostenstellen und Stand­orte
  • Anlagen, Abtei­lung­en und Pro­dukte

Welche Daten relevant sind, hängt von den Energie­einsätzen und den betrieblichen Prozessen ab. In Produktions­unter­nehmen sind häufig Maschinen­lauf­zeiten, Ausl­astung und Produktions­mengen entscheidend. In der Logistik können Kraftstoff­verbrauch und Fahr­leistung im Vorder­grund stehen, bei Filial- und Immobilien­betrieben dagegen Beleuch­tung, Lüftung, Heizung und Kühlung. Wie sich daraus eine geeignete Erfassungsstruktur ableiten lässt, zeigen wir in unserem Bei­trag zur Erstellung eines Energie­monitoring-Mess­konzepts.

In unseren Projekten bei OPTENDA ist daher eine Bestands­auf­nahme vor Ort fest einge­plant, in der wir gemeinsam mit dem Kunden relevante Verbrauchs- und Mess­stellen identifizieren. Daraus entsteht ein strukturiertes Mess­konzept, das Klarheit über Mess­größen, Erfassungs­intervalle und die benötigte Messtechnik schafft.

Jetzt Messbedarf gemeinsam klären

Energiedaten messen, übertragen, prüfen und auswerten

Energiedaten stammen in der Regel aus unterschiedlichen Quellen: etwa aus digitalen und analogen Zählern, Maschinen­steuerungen, Datenloggern, der Gebäude­leittechnik, Abrechnungs­systemen oder manuell gepflegten Dateien. Oft liegen sie in getrennten Systemen und unterschied­lichen Formaten vor. Damit sie gemeinsam ausgewertet werden können, müssen die Daten zentral erfasst, übertragen, geprüft, aufbereitet und einer einheitlichen Struktur zugeordnet werden.

Daten messen

Energiedaten messen – Sensorik & Messtechnik

Welche Zähler und Sensoren benötigt werden, ergibt sich aus dem Messkonzept. Dabei sind u.a. folgende Punkte relevant:

  • Vorhandene digitale Zähler anbinden:  Bereits installierte Energiezähler und Sensoren können Verbrauchs-, Leistungs- oder Zustandsdaten häufig automatisiert an das zentrale System übertragen.
  • Ältere Anlagen nachrüsten: Maschinen und Anlagen ohne digitale Schnittstelle lassen sich durch Retrofitting mit zusätzlicher Mess- und Kommunikationstechnik ausstatten. Die Nachrüstung ist häufig im laufenden Betrieb möglich und vermeidet kostenintensive Stillstände.
  • Nicht angebundene Zähler mobil erfassen: Für Zähler, die nicht sinnvoll digital angebunden werden können, sollten Lösungen wie Apps zur manuellen Zählerstandserfassung in Betracht gezogen werden.

Die eingesetzte Energiemanagement-Software sollte mit unterschiedlichen Messgeräten und Datenquellen kompatibel und möglichst herstellerunabhängig sein. Das reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und ermöglicht es, die Energiedatenerfassung später flexibel um weitere Anlagen, Medien oder Standorte zu erweitern.

Daten übertragen

Daten übertragen – Kommunikation & Datenprotokolle

Die erfassten Energiedaten werden über vorhandene Schnittstellen oder zusätzliche Datenlogger automatisiert an ein zentrales System übertragen. Dafür kommen je nach Zähler, Maschine und System unterschiedliche Protokolle und Wege zum Einsatz:

  • Modbus, M-Bus, BACnet oder OPC UA binden häufig Messtechnik, Gebäudeautomation und Produktions­anlagen an.
  • MQTT, REST-APIs und Datenbankverbindungen ermöglichen den Austausch mit modernen IT- und IoT-Systemen.
  • Bestehende Datensätze (z.B. Daten vom Energieversorger) werden meist ergänzend per CSV, Excel oder SFTP übernommen.

Die eingesetzte Energiemanagement-Software sollte diese Datenquellen verarbeiten und zusammen­führen können. So bleibt die vorhandene Infrastruktur nutzbar, während sich weitere Messstellen, Systeme und Standorte schrittweise ergänzen lassen.

Daten prüfen

Daten prüfen – Validierung & Plausibilität

Bevor die Energiedaten ausgewertet werden, sollten sie automatisiert auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft werden. Dabei sind u. a. folgende Prüfungen relevant:

  • Datenlücken, doppelte Werte und Übertragungsfehler
  • Unplausible Abweichungen, z.B. ungewöhnlich hohe Zählerstände
  • Unterschiedliche Einheiten, Zeitintervalle und Datenformate
  • Fehlerhafte oder fehlende Werte

Ohne diese Prüfung können einzelne Messfehler die gesamte Auswertung verfälschen. Bleibt beispielsweise ein fehlerhafter Zählerwert unbemerkt, entsteht ein vermeintlicher Mehrverbrauch und damit eine falsche Grundlage für Energiekennzahlen, Berichte und Investitionsentscheidungen.

Daten auswerten

Daten auswerten – Analyse & Berichte

Nach der Aufbereitung stehen die Energiedaten zentral in der Energiemanagement-Software für Analysen und Berichte zur Verfügung und lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien betrachten und miteinander verknüpfen:

  • Zeiträume, Standorte, Kostenstellen und Anlagen können flexibel verglichen werden.
  • Produktionsmengen, Betriebszeiten oder Wetterdaten helfen, Verbrauchsveränderungen richtig einzu­ordnen.
  • Berichte und Energiekennzahlen unterstützen das interne Controlling sowie Nachweise für die ISO 50001.
  • Visualisierungen und automatisierte Analysen machen Lastspitzen, ungewöhnliche Grundlasten und Abweichungen sichtbar. Auf Machine-Learning basierte Analysen und Prognosen gehen noch einen Schritt weiter: Sie vergleichen tatsächliche Verbräuche mit erwartbaren Entwicklungen und helfen dabei, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

So können Unternehmen Einsparpotenziale gezielt bewerten, Maßnahmen priorisieren und deren Wirkung anhand belastbarer Daten überprüfen.

Tipp: Fördermöglichkeiten prüfen

Mit der BAFA-Förderung bis zu 45% sparen

Investitionen in Mess- und Sensortechnik sowie Energiemanagement-Software werden im Rahmen der BAFA-Förderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft mit 20–45% gefördert, abhängig von der Unter­nehmens­größe Mehr Informationen dazu erhalten Sie in unserem Fachbeitrag zum Förderprogramm.

Fachbeitrag zur BAFA-Förderung lesen

In 30 Minuten erfahren Sie alles darüber, wie Sie eine digitale Energie­daten­erfassung in Ihrem Unter­nehmen aufbauen.

Von Messtechnik über die Erfüllung gesetzlicher Pflichten bis hin zu Förder­möglich­keiten und realis­tischen Ein­sparungen, die in jedem Betrieb möglich sind:

In unserem kostenlosen Web-Seminar First Steps – Digitales Energie­manage­ment zeigen wir, wie Unternehmen eine belastbare Datengrundlage aufbauen, regulatorische Anforderungen berück­sichtigen und gezielt Einsparpotenziale identifizieren.

Jetzt kostenlos anmelden

Welche Vorteile bietet eine digitale Energiedatenerfassung?

Eine zentrale Messdatenerfassung schafft Transparenz darüber, wann, wo und wofür Energie eingesetzt wird. Unternehmen können dadurch Energiekosten senken, den Aufwand für Energiecontrolling und Reporting reduzieren, technische Auffälligkeiten früher erkennen und umgesetzte Effizienzmaßnahmen verlässlich bewerten.

Zeit für wichtigere Aufgaben gewinnen

Automatisierte Datenerfassung ersetzt auf­wen­dige und fehler­anfällige Zähler­able­sung­en und reduziert die manuelle Daten­pflege.

Energiekosten wirksam senken

Auffällige Verbräuche und ineffiziente Betriebs­zustände werden schneller erkannt und gezielt optimiert. Unnötige Kosten werden damit vermieden.

Sicherer entscheiden und investieren

Geprüfte Energiedaten zeigen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wo sich Investitionen, z.B. in neue Anlagen, lohnen.

Berichte schneller bereitstellen

Energieberichte und Kennzahlen lassen sich mit weniger Aufwand erstellen, aktualisieren und adressatengerecht aufbereiten.

Verbräuche exakt zuordnen

Energieverbräuche können einzelnen Maschinen oder Bereichen zugeordnet werden – relevant für die Kos­ten­trans­parenz und für Product Carbon Footprints.

Prozesse optimieren

Produktionsabläufe können flexibel an Zeiten mit günstigen Strom­tarifen oder hoher Eigen­strom­erzeu­gung angepasst werden.

Welche Rolle spielt die Energie­daten­erfassung bei der ISO 50001?

Eine verlässliche Energiedatenerfassung liefert die Datenbasis für ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Unter­nehmen benö­tigen nachvollziehbare Verbrauchsdaten, um ihre energetische Leis­tung zu bewerten, wesentliche Energieeinsatzbereiche zu bestimmen und Verbesserungen dauerhaft nachzuweisen.

Für die energetische Bewertung reicht der Blick auf den Gesamt­ver­brauch oder den Hauptzähler meist nicht aus. Die ISO 50001 ver­langt, wesentliche Energieeinsatzbereiche ("Significant Energy Uses", SEUs), zu identifizieren. Dafür müssen Energie­ver­bräuche aus­reichend detailliert einzelnen Anlagen, Prozessen oder Bereichen zugeordnet werden können.

Diese Verbrauchsdaten werden dann mit Produktionsmengen, Betriebs­zeiten oder anderen relevanten Einflussgrößen verknüpft, um die geforderten Energieleistungskennzahlen (EnPIs) bil­den zu können. Sie machen Entwicklungen vergleichbar und zeigen, ob um­ge­setzte Effi­zienzmaßnahmen tatsächlich zu einer Verbesserung geführt haben.

Moderne Energiemanagement-Systeme können einen großen Teil der benötigten Kennzahlen, Aus­wer­tungen und Doku­mentationen automatisiert bereitstellen. Dadurch sinkt der manuelle Aufwand für die Vorbereitung von Energie­berichten und Audits. 

Viele Auditoren erwarten heute eine strukturierte und nachvollziehbare Datenbasis. Eine gute Energie­manage­ment-Software unterstützt dabei, Messdaten, Kennzahlen und Nachweise revisions­sicher bereit­zustellen und den Audit­aufwand deutlich zu reduzieren.

Energiedatenerfassung mit OPTENDA – Praxisbeispiel

Das folgende Beispielprojekt eines mittelständischen Kunststoffverarbeiters zeigt, wie Unter­nehmen ihre Energie­daten­erfassung schrittweise digitalisieren können.

Vor Projektbeginn waren bereits einzelne digitale Zähler vorhanden, viele Energie­daten mussten jedoch manuell erfasst oder aus verschiedenen Systemen zusammengeführt werden. Die fehlende Transparenz und der hohe Aufwand für Berichte führten dazu, dass sich das Unter­nehmen für den Aufbau einer zentralen und automatisierten Energie­daten­erfassung entschied.

Mit dem Unternehmen entwickelten wir ein Konzept, das sowohl die erforderliche Mess­technik als auch die Anbindung unter­schiedlicher Daten­quellen berücksichtigte. Gleich­zeitig stand mit der von uns entwickelten OPTENDA Energy Monitor Software direkt eine zentrale Energie­manage­ment-Plattform zur Verfügung, um die erfassten Energie­daten automatisiert zusammen­zuführen und auszuwerten.

Bestandsaufnahme

Bei der Vor-Ort-Begehung identifizierten unsere Projekt­ingenieure zunächst die energetisch relevanten Verbraucher, vorhandene Zähler und noch fehlende Mess­punkte. Neben den erwartbaren Energie­verbrauchern in der Produktion empfahlen sie, auch die Druck­luft­erzeugung und Material­trocknung separat zu erfassen. Aus vergleichbaren Projekten wussten wir, dass diese Neben­prozesse einen erheblichen Einfluss auf den Gesamt­energie­verbrauch haben können.

Die Bestandsaufnahme schuf damit die Grundlage für ein Mess­konzept, das nicht nur die offen­sichtlichen Haupt­verbraucher berücksichtigt.

Messkonzept & Datenintegration

Auf Basis der Bestandsaufnahme entwickelten wir zunächst ein Mess­kon­zept für den Strom­verbrauch. Die Konzentration darauf hielt die Einstiegs­kosten gering, da vorhandene Stromzähler einge­bunden und fehlende Messpunkte kosten­günstig ergänzt werden konnten.

Wir wählten die fehlenden Messgeräte und einen passenden Daten­logger aus und konfigurierten die Komponenten einbaufertig. Der Kunde konnte die vorbereitete Mess­technik anschließend nach dem Plug-and-Play-Prinzip installieren. Danach wurden die Messdaten noch in den OPTENDA Energy Monitor integriert und ab dann dort zentral zusammengeführt.

Datenauswertung & Erkenntnisse

Die zentrale Datenbasis machte den Strom­verbrauch erstmals bis auf Anlagen­ebene transparent. Bereits in den ersten Wochen zeigte der Lastgang, dass ein Kompressor auch außerhalb der Produktions­zeiten regelmäßig kurz ansprang, um Druck­verluste im Leitungs­netz auszu­gleichen. Dieses wiederkehrende Takten war im Betriebs­alltag bislang unbemerkt geblieben.

Die Auswertung zeigte außerdem, dass die Material­trocknung während längerer Produktions­pausen mit unveränderter Leistung weiterlief. Damit wurden gleich zwei konkrete Ursachen für vermeidbare Strom­kosten sichtbar.

Einsparungen & das weitere Vorgehen

Durch angepasste Betriebszeiten und das vorübergehende Schließen einzelner Druck­luft­abschnitte ließen sich beide Mehr­verbräuche kurz­fristig und ohne weitere Investitionskosten reduzieren. Das Unter­nehmen spart allein dadurch bereits jährlich rund 8.000 € an Strom­kosten.

Im nächsten Schritt sollen die für den Druckverlust verantwortlichen Leckagen gezielt lokalisiert und behoben werden. Perspek­tivisch kann die Energie­daten­erfassung außerdem um weitere Medien, Anlagen oder Stand­orte erweitert werden. Die geschaffene Daten­basis hilft dabei, zu­sätz­liche Effizienz­maß­nahmen zu priorisieren und ihre Wirkung nach der Umsetzung nachvoll­ziehbar zu überprüfen.

Welche Potenziale bleiben in Ihrem Unternehmen noch unentdeckt?

Auch in bereits gut organisierten Betrieben bleiben solche Auffälligkeiten im Arbeits­alltag häufig unbe­merkt, wenn Verbrauchs­daten nicht kontinuierlich und auf Anlagen­ebene aus­gewertet werden. Gerne besprechen wir mit Ihnen, wie sich vorhandene Energie­daten in Ihrem Unter­nehmen zusammen­führen und für vergleichbare Analysen nutzen lassen.

Jetzt Potenziale besprechen

Häufige Fragen zur digitalen Energie­daten­erfassung

Energiedatenerfassung bezeichnet das systematische Messen, Übertragen, Prüfen und Speichern von Energie- und Betriebsdaten. Sie schafft die Datenbasis, um Verbräuche auszuwerten, Auffällig­keiten zu erkennen und Effizienz­maß­nahmen abzuleiten.

Bei OPTENDA verbinden wir dafür Messtechnik, Daten­anbindung und die zentrale Auswertung in unserer Energy Monitor Software.

Die Energiedatenerfassung stellt Messwerte aus Zählern, Maschinen und anderen Systemen bereit. Beim Energiemonitoring werden diese Daten kontinuierlich überwacht und ausgewertet, während das Energiemanagement daraus Ziele, Maßnahmen und Verbesserungsprozesse ableitet.

Der OPTENDA Energy Monitor bildet alle drei Bereiche in einer zentralen Plattform ab.

Zunächst werden relevante Verbraucher und Messstellen bestimmt. Anschließend erfassen Zähler und Sensoren die benötigten Daten, übertragen sie an eine zentrale Software und stellen sie dort für Prüfung, Auswertung und Reporting bereit.

Mit OPTENDA begleiten wir diesen Prozess vom Messkonzept und der Messtechnik bis zur automatisierten Datenübertragung in den Energy Monitor.

Ein Messkonzept legt fest, welche Messstellen, Daten und Erfassungsintervalle für die jeweiligen Auswertungsziele benötigt werden. So lassen sich unnötige Messpunkte vermeiden und vorhandene Zähler gezielt weiterverwenden.

Bei OPTENDA erstellen wir das Messkonzept auf Basis einer Bestandsaufnahme und stimmen es auf die Prozesse und technischen Voraussetzungen des jeweiligen Unternehmens ab.

Welche Datenquellen angebunden werden können, hängt von den vorhandenen Schnittstellen und technischen Bedingungen ab. Digitale Zähler und Maschinen lassen sich häufig direkt integrieren, ältere Anlagen können nachgerüstet und einzelne Zähler weiterhin mobil erfasst werden. Es müssen daher nicht grundsätzlich alle Zähler ausgetauscht werden. Ein gutes Messkonzept berücksichtigt das.

Bei OPTENDA prüfen wir die bestehende Infrastruktur und binden geeignete Datenquellen an die Energy Monitor Software an. In den allermeisten Fällen finden wir eine Lösung, um bestehende Technik einzubinden und die Kosten für neue Messtechnik damit so niedrig wie möglich zu halten.

Ja, wenn eine Software verwendet wird, die die Daten zentral zusammenführen kann. Das ermöglicht standortübergreifende Auswertungen, Kennzahlen und Vergleiche.

In unserer Energy Monitor Software haben wir das mit dem Multisite Portal ermöglicht, das ideal für standortübergreifendes Energiemanagement ist. Jeder Standort erhält seine eigene Site, die auf übergeordneter Ebene übergreifend ausgewertet werden können.

Messwerte sollten auf Ausreißer, Unstetigkeiten und fehlende Zeiträume geprüft werden. So lassen sich beispielsweise Zählerausfälle, fehlerhafte Konfigurationen oder Störungen bei der Datenübertragung erkennen.

Der Energy Monitor stellt dafür einen eigenen Bereich zur Datenqualität bereit, in dem Auffälligkeiten analysiert und fehlerhafte Werte bei Bedarf korrigiert werden können.

Die Kosten hängen unter anderem von der Anzahl der Standorte und Messstellen, der vorhandenen Infrastruktur, zusätzlich benötigter Messtechnik und dem Integrationsaufwand ab. Ein schrittweiser Einstieg hilft, die Anfangsinvestition zu begrenzen und das System später bedarfsgerecht zu erweitern.

Bei OPTENDA entwickeln wir für unsere Kunden ein passendes Messkonzept und setzen mit dem Energy Monitor auf eine flexibel skalierbare Software.

Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus eingesparten Energiekosten, früher erkannten Fehlfunktionen und dem geringeren Aufwand für Datenerfassung, Reporting und Nachweise. Die Amortisationszeit hängt deshalb von der vorhandenen Infrastruktur, dem bisherigen manuellen Aufwand und den aufgedeckten Einsparpotenzialen ab.

Erfahrungsgemäß können wir bei OPTENDA berichten, dass sich die Energiedatenerfassung mit unserer Energy Monitor Software dadurch in der Regel innerhalb eines Jahres amortisiert hat.

Der interne Aufwand hängt von der vorhandenen Infrastruktur und der Verfügbarkeit technischer und organisatorischer Informationen ab. Benötigt werden beispielsweise Angaben zu Zählern, Verbrauchern, Betriebszeiten, IT-Systemen und Auswertungszielen.

Bei OPTENDA haben wir mittlerweile einen bewährten Projektplan erarbeitet, der festlegt, wann welche Informationen benötigt werden. Durch eine direkte Abstimmung mit den jeweiligen Fachabteilungen lassen sich gewisse Fragen und Problemstellungen erfahrungsgemäß schnell und einfach klären.

Mit OPTENDA von der Energie­daten­erfassung bis zur zentralen Auswertung

Ob erste digitale Messstellen, eine gewachsene Zählerlandschaft oder der Wechsel von einer bestehenden Lösung:

Mit OPTENDA unterstützen wir Sie beim Aufbau einer Energie­daten­erfassung, die zu Ihren technischen Voraus­setzungen und betrieb­lichen Zielen passt. Gemeinsam klären wir, welche Daten bereits verfügbar sind, wo zusätzliche Messtechnik sinnvoll ist und wie sich alle Energiedaten zentral im Energy Monitor auswerten lassen.

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Tipp: Den Energy Monitor können Sie unverbindlich und kostenlos in unserer Demo-Umgebung mit realistischen Daten testen.
Hier geht's zum Energy Monitor Test-Account.

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